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Bei der Diagnostik, Vorbeugung und Behandlung lautet das allgegenwärtige und
oberste Motto der Parodontologie "Auf Nummer Sicher gehen".
Dabei werden an den behandelnden Zahnarzt sehr hohe Ansprüche gestellt.
Die Prinzipien bei der Arbeit lauten:
Erst Bestimmung der Ursache, dann Behandlung
Operation nur dann, wenn es unbedingt notwendig ist
Für die Gesundheit und die Durchführung der Behandlung
unserer Patienten viel Zeit aufwenden
Vor jeder Behandlung steht also die gründliche
Diagnostik
Aufgrund der intensiven internationalen Zusammenarbeit
sind die Parodontologen in der Lage, eine
ausführliche Diagnostik zu betreiben und
so die jeweilige Behandlung genau auf das individuelle
Krankheitsbild des einzelnen Patienten abzustimmen.
Das ist sehr wichtig, denn es gibt verschiedene Formen der Parodontitis mit
jeweils unterschiedlichen Ursachen. Die Parodontitis ist eine bakterielle
Erkrankung. Durch ein hochmodernes molekular-genetisches Verfahren wird
zunächst nachgewiesen, welche speziellen Bakterien
die individuelle Ursache der Parodontitis sind.
Anschließend wird untersucht,
ob eine Erbbelastung vorliegt. Auf diese
Weise kann durch die genaue Analyse des Bakterien-Befundes ein erfolgreicher
Behandlungsablauf geplant werden. Der Bakteriennachweis sollte wiederholt werden - nicht nur vor,
sondern auch während und nach der Behandlung einer Parodontitis. Durch diese Kontrolle können
wir den Gesundheitsprozess überwachen und den Erfolg der Behandlung optimal steuern.
Schon leichte Blutungen des Zahnfleisches sind ein sichtbarer Hinweis auf eine Entzündung. Zahlreiche
Gewebeuntersuchungen haben gezeigt, dass blutendes Zahnfleisch tiefgreifendere Entzündungen aufweist
als nicht blutendes.
Bakterien sind die Ursache. Blutet also das Zahnfleisch beim Zähneputzen, beim Biss in den Apfel
oder während Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt, liegt eine Entzündung vor. In allen Fällen
muss unverzüglich eine Behandlung vorgenommen werden. Deshalb ist die regelmäßige Kontrolle beim
Zahnarzt und die Durchführung dieser Untersuchungen so wichtig, damit größeren Schäden vorgebeugt werden kann.
Beim Vermessen der Zahnfleischtaschen kann der Zahnarzt Rückschlüsse auf die Zerstörung der
Kieferknochen ziehen, das heißt er sieht, wieviel Knochenmasse noch vorhanden ist.
Beide Untersuchungen, Zahnfleischkontrolle sowie das Vermessen der Taschen, sollten möglichst
regelmäßig erfolgen, um somit schon leichte Parodontitis oder Zahnfleischent- zündungen zu erkennen
und zu beseitigen.

Mit der zweidimensionalen Röntgendarstellung eines Kieferknochens und den Ergebnissen der Vermessung
von Zahnfleischtaschen erhält der Zahnarzt entscheidende Erkenntnisse über den Zerstörungsgrad sowie
die Art der Defekte am Kieferknochen und kann so die entsprechende Behandlung einleiten.
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